Salzkammergut
Wir haben uns Ende April 2011 im Campingplatz
Birkenstrand am Wolfgangsee eingenistet, wo wir uns aufgrund der
freundlichen, unkomplizierten Platzbetreiber, die sehr um den Platz
bemüht sind, sehr wohl fühlen. Von dort aus starten wir eine
„Seentour“ mit dem Mopped, die uns an viele sehenswerte Orte im
Salzkammergut führt:
Durch das umtriebige St.Gilgen geht es im
Kreisel Richtung Mondsee über eine hübsche Kurvenstraße durch den
Wald und später am See entlang bis in den gleichnamigen Ort, in dem
Kurbetrieb herrscht. Wir schlendern durch die Gassen, entdecken
hübsche Häuserfassaden und die Basilika, die durch aufwendige
Ornamente aus Gold und Elfenbein beeindruckt. Das ebenfalls dort
beheimatete „Heilige Grab“ mutet eher wie eine „Lichtorgel“ an und
hat sich uns nicht wirklich erschlossen.
Weiter geht es am See entlang, vorbei an
mondänen Seevillen und typischen Landhäusern mit den hübschen
Holzbalkonen zum größeren Attersee. Überall laden gemütliche
Gasthöfe zur Einkehr ein. Blühende Obstbäume und das frische Grün
machen die ohnehin schon schöne Landschaft noch reizvoller.
Teilweise fühle ich mich den an den Lago Maggiore erinnert, was
sicher auch an den schroffen Felswänden am Seeufer liegt.
Nachdem wir den Attersee fast umrundet haben,
biegen wir bei Steinbach auf eine Paßstraße ein, die uns durch Wald
und Feld mit flottem Kurvenspaß auf gutem Belag nach Altmünster und
weiter nach Gmunden am Traunsee bringt. Hier befindet sich der
Originalschauplatz der TV-Serie „Schloßhotel Orth“ (der sich in echt
nur „Ort“ nennt). Das kleine, hübsche Schlösschen liegt idyllisch
auf einer Insel und dient i.w. als Außenstelle des Standesamtes
Gmunden für Hochzeiten.
Durch das ebenfalls nett anzusehende Gmunden
mit seinen Laubengängen fahren wir weiter über die B 120 und biegen
in Scharnstein nach einer Kurvenpassage ins Almtal ab. Die Straße
schlängelt sich an einem munter sprudelnden Bächlein in türkis-weiß
entlang und wird zum Ende immer enger bis sie am Almsee bei einem
Kiosk endet. Das Restaurant Seehaus hat um diese Zeit offenbar noch
nicht geöffnet. Bei einem Eis begutachten wir die bizarren Felswände
wie den Zwölferkogel, die das Tal nach Süden hin begrenzen. Hier
sind noch einige Schneetaschen zu sehen.
Zurück auf gleichem Weg durch Gmunden und
weiter der B 145 folgend erreichen wir das noch ursprüngliche
Traunkirchen. Absteigen lohnt sich. Dort befindet sich auf einem
Felsen das hübsche Johannes-Kirchlein. Folgt man dem Uferweg, bietet
sich nicht nur ein toller Seeblick, sondern man kommt auch zum
ehrwürdigen Pfarramt des „Schloßhotel Orth“.
An der Traun entlang düsen wir auf schneller
Straße weiter in Richtung Bad Ischl (richtig: wo sich Franzl und
Sissi kennengelernt haben….) und biegen später bei Strobl noch
einmal ab nach St. Wolfgang. Gleich vorweg: das „Weiße Rössl“ gibt
es noch und es ist rot! Ansonsten überragt die eindrucksvolle Kirche
mit ihren ebenfalls gold-schwarzen aufwendigen Ornamenten, goldenem
Altar und Marmorsäulen den Ort. Überall warten kleine Geschäfte mit
allerlei Schmankerln und mehr oder weniger „kunstvollem“ Handwerk
auf. Wir erliegen am Wurst- und Speckstand, an dem wir natürlich
probieren dürfen, den Reizen und decken uns entsprechend mit
Leckereien ein.
Nach wenigen Kilometern schließt sich der Kreis
unserer Tour durch das beeindruckende Salzkammergut mit seinen
türkis-blauen Seen und wunderbaren Landschaft.
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