15.05.11

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Salzkammergut

Wir haben uns Ende April 2011 im Campingplatz Birkenstrand am Wolfgangsee eingenistet, wo wir uns aufgrund der freundlichen, unkomplizierten Platzbetreiber, die sehr um den Platz bemüht sind, sehr wohl fühlen. Von dort aus starten wir eine „Seentour“ mit dem Mopped, die uns an  viele sehenswerte Orte im Salzkammergut führt:

Durch das umtriebige St.Gilgen geht es im Kreisel Richtung Mondsee über eine hübsche Kurvenstraße durch den Wald und später am See entlang bis in den gleichnamigen Ort, in dem Kurbetrieb herrscht. Wir schlendern durch die Gassen, entdecken hübsche Häuserfassaden und die Basilika, die durch aufwendige Ornamente aus Gold und Elfenbein beeindruckt. Das ebenfalls dort beheimatete „Heilige Grab“ mutet eher wie eine „Lichtorgel“ an und hat sich uns nicht wirklich erschlossen.

Weiter geht es am See entlang, vorbei an mondänen Seevillen und typischen Landhäusern mit den hübschen Holzbalkonen zum größeren Attersee. Überall laden gemütliche Gasthöfe zur Einkehr ein. Blühende Obstbäume und das frische Grün machen die ohnehin schon schöne Landschaft noch reizvoller. Teilweise fühle ich mich den an den Lago Maggiore erinnert, was sicher auch an den schroffen Felswänden am Seeufer liegt.

Nachdem wir den Attersee fast umrundet haben, biegen wir bei Steinbach auf eine Paßstraße ein, die uns durch Wald und Feld mit flottem Kurvenspaß auf gutem Belag nach Altmünster und weiter nach Gmunden am Traunsee bringt. Hier befindet sich der Originalschauplatz der TV-Serie „Schloßhotel Orth“ (der sich in echt nur „Ort“ nennt). Das kleine, hübsche Schlösschen liegt idyllisch auf einer Insel und dient i.w. als Außenstelle des Standesamtes Gmunden für Hochzeiten.

Durch das ebenfalls nett anzusehende Gmunden mit seinen Laubengängen fahren wir weiter über die B 120 und biegen in Scharnstein nach einer Kurvenpassage ins Almtal ab. Die Straße schlängelt sich an einem munter sprudelnden Bächlein in türkis-weiß entlang und wird zum Ende immer enger bis sie am Almsee bei einem Kiosk endet. Das Restaurant Seehaus hat um diese Zeit offenbar noch nicht geöffnet. Bei einem Eis begutachten wir die bizarren Felswände wie den Zwölferkogel, die das Tal nach Süden hin begrenzen. Hier sind noch einige Schneetaschen zu sehen.

Zurück auf gleichem Weg durch Gmunden und weiter der B 145 folgend erreichen wir das noch ursprüngliche Traunkirchen. Absteigen lohnt sich. Dort befindet sich auf einem Felsen das hübsche Johannes-Kirchlein. Folgt man dem Uferweg, bietet sich nicht nur ein toller Seeblick, sondern man kommt auch zum ehrwürdigen Pfarramt des „Schloßhotel Orth“.

An der Traun entlang düsen wir auf schneller Straße weiter in Richtung Bad Ischl (richtig: wo sich Franzl und Sissi kennengelernt haben….) und biegen später bei Strobl noch einmal ab nach St. Wolfgang. Gleich vorweg: das „Weiße Rössl“ gibt es noch und es ist rot! Ansonsten überragt die eindrucksvolle Kirche mit ihren ebenfalls gold-schwarzen aufwendigen Ornamenten, goldenem Altar und Marmorsäulen den Ort. Überall warten kleine Geschäfte mit allerlei Schmankerln und mehr oder weniger „kunstvollem“ Handwerk auf. Wir erliegen am Wurst- und Speckstand, an dem wir natürlich probieren dürfen, den Reizen und decken uns entsprechend mit Leckereien ein.

Nach wenigen Kilometern schließt sich der Kreis unserer Tour durch das beeindruckende Salzkammergut mit seinen türkis-blauen Seen und wunderbaren Landschaft.


 

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Stand: 15.05.11