15.05.11

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Gitschtal, Gailtal, Plöckenpaß

Im Mai 2011 hat uns die Neugier auf die Schluga-Camping-Welt nach Hermagor bei Villach getrieben. Der Platz „Seecamping“ hat erst seit 1.5. geöffnet und befindet sich noch in der „Vorsaisonphase“. Die sehr freundliche Aufnahme lässt uns über die „Aufbauarbeiten“ hinwegsehen. Wir haben einen großzügigen, strategisch günstigen Platz gefunden und fühlen uns bald recht wohl.

Unsere erste Moppedtour führt uns zunächst nach Hermagor, wo wir dem Abzweiger Richtung Gitschtal folgen. Die „Karnische Dolomiten-Straße“ schlängelt sich zunächst durch Wiesen an typischen Landhäusern vorbei. Gleich nach Weißbriach aber geht´s in zackigen Rechts- und Linkskurven auf sehr gutem Belag den Berg hoch und später wieder herunter – ein hervorragender Kurvenspaß, in den sich Bernd so richtig hereinlegt!

An der Drau entlang düsen wir bis Oberdrauburg (hat wirklich eine Burg auf dem Hügel!). Von dort aus wedeln wir durch Wald mit Superkurven den Gailbergsattel herauf. Dass diese Strecke für Wohnwagengespanne nicht geeignet ist, glaube ich sofort auf´s Wort!

In Kötschau-Mauthen wenden wir uns dann dem Plöckenpaß zu. Bernd hat gesehen, dass es dort ein Freilichtmuseum des Gebirgskrieges 1918-19 gibt uns will dort einfach mal hin. Die Straße beginnt mit einigen gut fahrbaren Serpentinen, kann aber im Verlauf mit ihrem Belag keinen Blumentopf gewinnen. Einzig die Tatsache, dass wir so gut wie allein hier fahren, macht die Sache reizvoll. Durch Tunnels kommen wir auf Paßhöhe 1360 m an. Die sich um uns auftürmenden Felswände verdeutlichen, warum die Gegend hier Karnische Dolomiten genannt wird. Aber anders als in den italienischen Dolomiten ist hier noch alles geschlossen. Und noch einen Unterschied gibt es, der sofort beim Erreichen der italienischen Seite bestätigt wird: In Italien werden die Tornanti vorher angekündigt. In Österreich ist man wohl der Meinung, dass alle Kurven irgendwie scharf sind und mit Spitzkehren muss man immer rechnen – auch ohne Ansage!

Die italienische Seite entpuppt sich dann als Werk alpenländischer Straßenbaukunst. Man fragt sich ja bei manchen Bergstraßen, wie die gebaut wurden. So auch hier: Die Straße wurde teilweise an den Fels „geklebt“, gemauerte Tunnels mit engen Tornanti ermöglichen überhaupt eine Kurvenführung. Der Belag ist besser als auf österreichischer Seite und man arbeitet gerade wieder an der Ausbesserung.

Wir kehren um, schauen am Paß noch kurz nach dem Freilichtmuseum, das aber kein Ausflugsziel in Moppedklamotten ist.

Über Kötschau düsen wir auf der B 111 durch eine grüne und blühende Tallandschaft wieder in Richtung Hermagor, wobei wir nette, kleine Dörfchen mit ihren hübschen Kirchen durchqueren.

Eins bleibt noch festzuhalten: Die Viecher, die man hier auf dem Visier „mitnimmt“, sind nicht nur zahlreich sondern haben auch Mega-Ausmaße – noch nie so erlebt!


 

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Stand: 15.05.11