Gitschtal,
Gailtal, Plöckenpaß
Im Mai 2011 hat uns die Neugier auf die
Schluga-Camping-Welt nach Hermagor bei Villach getrieben. Der Platz
„Seecamping“ hat erst seit 1.5. geöffnet und befindet sich noch in
der „Vorsaisonphase“. Die sehr freundliche Aufnahme lässt uns über
die „Aufbauarbeiten“ hinwegsehen. Wir haben einen großzügigen,
strategisch günstigen Platz gefunden und fühlen uns bald recht wohl.
Unsere erste Moppedtour führt uns zunächst nach
Hermagor, wo wir dem Abzweiger Richtung Gitschtal folgen. Die „Karnische
Dolomiten-Straße“ schlängelt sich zunächst durch Wiesen an typischen
Landhäusern vorbei. Gleich nach Weißbriach aber geht´s in zackigen
Rechts- und Linkskurven auf sehr gutem Belag den Berg hoch und
später wieder herunter – ein hervorragender Kurvenspaß, in den sich
Bernd so richtig hereinlegt!
An der Drau entlang düsen wir bis Oberdrauburg
(hat wirklich eine Burg auf dem Hügel!). Von dort aus wedeln wir
durch Wald mit Superkurven den Gailbergsattel herauf. Dass diese
Strecke für Wohnwagengespanne nicht geeignet ist, glaube ich sofort
auf´s Wort!
In Kötschau-Mauthen wenden wir uns dann dem
Plöckenpaß zu. Bernd hat gesehen, dass es dort ein Freilichtmuseum
des Gebirgskrieges 1918-19 gibt uns will dort einfach mal hin. Die
Straße beginnt mit einigen gut fahrbaren Serpentinen, kann aber im
Verlauf mit ihrem Belag keinen Blumentopf gewinnen. Einzig die
Tatsache, dass wir so gut wie allein hier fahren, macht die Sache
reizvoll. Durch Tunnels kommen wir auf Paßhöhe 1360 m an. Die sich
um uns auftürmenden Felswände verdeutlichen, warum die Gegend hier
Karnische Dolomiten genannt wird. Aber anders als in den
italienischen Dolomiten ist hier noch alles geschlossen. Und noch
einen Unterschied gibt es, der sofort beim Erreichen der
italienischen Seite bestätigt wird: In Italien werden die Tornanti
vorher angekündigt. In Österreich ist man wohl der Meinung, dass
alle Kurven irgendwie scharf sind und mit Spitzkehren muss man immer
rechnen – auch ohne Ansage!
Die italienische Seite entpuppt sich dann als
Werk alpenländischer Straßenbaukunst. Man fragt sich ja bei manchen
Bergstraßen, wie die gebaut wurden. So auch hier: Die Straße wurde
teilweise an den Fels „geklebt“, gemauerte Tunnels mit engen
Tornanti ermöglichen überhaupt eine Kurvenführung. Der Belag ist
besser als auf österreichischer Seite und man arbeitet gerade wieder
an der Ausbesserung.
Wir kehren um, schauen am Paß noch kurz nach
dem Freilichtmuseum, das aber kein Ausflugsziel in Moppedklamotten
ist.
Über Kötschau düsen wir auf der B 111 durch
eine grüne und blühende Tallandschaft wieder in Richtung Hermagor,
wobei wir nette, kleine Dörfchen mit ihren hübschen Kirchen
durchqueren.
Eins bleibt noch festzuhalten: Die Viecher, die
man hier auf dem Visier „mitnimmt“, sind nicht nur zahlreich sondern
haben auch Mega-Ausmaße – noch nie so erlebt!
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