Bad Aussee
und Hallstatt
Eine weitere Tour beginnt am Wolfgangsee
(Camping Birkenstrand) und führt uns schnell nach Bad Ischl. Hier
zeugt eine alt-ehrwürdige Therme von dem Kurbetrieb, von dem man
sich schon zu Kaisers Zeiten hat verwöhnen lassen. Wir biegen auf
die B 145, die uns zunächst relativ gerade durchs Tal führt, sich
dann aber Richtung Pötschenpaß in eine tolle Kurvenstrecke mit
Serpentinen in landschaftlich äußerst reizvoller Umgebung wandelt.
Bis Bad Aussee wedeln wir die Strecke entlang,
durchqueren kurz den Ort mit seiner sehenswerten, barocken
„Kurapotheke“ und erklimmen hinter dem Bahnhof eine kleine, enge
Straße mit zugegeben schlechtem Belag, die mich – u.a. wegen des
Belags - an Passagen in Slowenien erinnert. Die Straße schlängelt
sich durch den Wald und wird bald besser und breiter, bietet schöne
Ausblicke und eindrucksvolle Gefälle von bis zu 24 %. Ab Obertraun
geht es dann wieder idyllisch direkt oberhalb des Hallstätter Sees
entlang bis wir nach Hallstatt kommen.
Der Ort ist wohl das „Cinque Terre“
Österreichs: Häuser krallen sich geradezu dramatisch in die sehr
steilen Felsen, man fragt sich unwillkürlich, wie die wohl gebaut
wurden und wie die betagteren Bewohner dort wohl hinauf kommen. Die
einzige reguläre Straße mit eng an einander stehenden Häusern und
Gasthöfen ist den Anliegern vorbehalten und führt in die Ortsmitte.
Dort erwartet einen ein hübscher Brunnen auf dem Marktplatz sowie
zwei sehenswerte Kirchen. Der Rundgang hat sich wahrlich gelohnt!
Nach der Ortsbesichtigung geht es durch einen
langen Tunnel hinauf durch den Fels. Hier kann man noch einmal auf
den Ort unter sich schauen. Die folgende Kurvenstraße kann sich
ebenfalls sehen lassen.
Eigentlich wollten wir noch weiter über Gosau
und die Mautstraße von Voglau zur Postalm bei Strobl, aber dunkle
Regenwolken und erste Tropfen lassen uns lieber auf der bekannten
Strecke über Bad Ischl zurückkehren.
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