30.09.10

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Fichtelgebirge und Fränkische Schweiz: Wiesenttal

Von unserem Campingplatz am Fichtelsee starten wir eine neue Tour in eine uns bislang noch nicht bekannte Gegend. Über eine landschaftlich sehr hübsche Straße geht es mit Riesenkurvenspaß – `mal offiziell begrenzt auf 60km/h, `mal auf 80 km/h – über Warmensteinach durch das bewaldete Fichtelgebirge Richtung Bayreuth. Die sehenswerte Altstadt haben wir schon bei einem vorherigen Besuch in Augenschein genommen: Beim Parken am Rathaus hat uns ein einheimischer Rollerfahrer gleich über die Sehenswürdigkeiten informiert, wie das alte Schloß mit der Schloßkirche (die mich an St. Appolinare bei Ravenna erinnert), der Markt und die Fußgängerzone mit den schön verzierten Fassaden, eine Bratwurst darf dabei nicht fehlen (ein Paar im Brötchen für Euro 2,--!)

Weiter geht`s auf unserer Tour über die B 22, die sich durch kleine, urspüngliche Dörfchen und durch den Wald windet. Bei Hollfeld biegen wir links ein auf eine kleinere Straße Richtung Waischenfeld. Diese führt uns durch ein wildromantisches Tal am Bach mit Kanufahrern entlang, durch erste Felsenwände begrenzt nach Gößweinstein. Kurz davor in Behringersmühle treffen wir auf einen wunderschönen Biergarten eines Restaurants/Hotels, wo es preiswerte fränkische Köstlichkeiten mit einer netten Bedienung gibt. Trotz reichhaltigen Werbens kann ich niemanden überzeugen, die „blauen Zipfel“ (eine fränkische Würstchenspezialität) zu probieren. Meine fränkische Leberknödelsuppe ist aber auch ausgezeichnet!

Wir entscheiden uns spontan für eine Kurvenfahrt bergauf nach Gößweinstein und Pottenstein, ehe wir auf die eigentlich anvisierte B 470 ins Wiesenttal wechseln: Uns bietet sich ein grandioses Landschaftsbild: eine von Felswänden umrandete Schlucht, in der das Flüßchen Wiesent munter gurgelt, urige Fachwerkhäuschen, die einen glauben lassen, die Zeit wäre stehen geblieben. Wir folgen der kurvigen Straße mit gutem Belag über Ebermannstadt bis kurz vor Forchheim und biegen dann links ein über ebenfalls landschaftlich sehenswerte kleine Straßen und Hügel kreuz und quer durch die fränkische Schweiz. Über Obertrubach geht es zur B 2, die uns über Berg und Tal, durch Wald und Feld und über die hübsche Stadt Pegnitz wieder nach Bayreuth führt. Fast landen wir noch am Lustschloss Eremitage, aber unsere Zeit ist leider zu knapp, da wir noch einpacken müssen – morgen ist Abreise! So genießen wir noch einmal unsere Kurvenstrecke über Warmensteinach nach Fichtelberg, obgleich in der buchstäblich letzten Kurve unser Mopped in Schlingern kommt (Ölspur? Bitumen? Der Reifen war`s jedenfalls nicht – auch nicht das Tempo!)

Übrigens:  Unbedingt sehenswert ist auch das Städtchen Kulmbach mit seiner niedlichen, blumen-verzierten Altstadt und der Burg Plassenburg auf dem Berg. Man erreicht es über die tolle Kurvenstrecke B 303 und kleine, hügelige Straßen über Trebgast. Es lohnt sich!

 

Nach all den Eindrücken kann ich etwas besser nachvollziehen, was der Ex-Kollege und gebürtiger Mittelfranke Seiler mir einmal so verdeutlicht hat:

It´s nice to be a „Preiß“, it´s higher to be a “Bayer”, but the best you can think is to be a “Middle-Frank”!


 

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Stand: 31.08.10