06.06.08

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Ausflug nach San Marino (mit Slideshow)

Camping Adriano, Punta Marina Terme, 20 C. Heute morgen hat sich eine hohe, dünne Wolkenschicht gebildet, die aber nicht nach Regen aussieht. Das perfekte Wetter für einen Ausflug mit dem Mopped in die rd. 80 km entfernte, älteste noch bestehende Republik San Marino!
Zunächst fahren wir an einer der schönsten Sehenswürdigkeiten Ravennas vorbei, der Kirche San Appollinare in Clase, die einen eigenen Besuch wert ist.
Über die vorgelagerten Lidi (Strandorte) wie Milano Marittima geht es erst langsamer, später dann über die Autobahn zunächst nach Rimini, dem „Teutonengrill“, der sich allerdings Mitte Mai erst im Aufbau befindet: Penibel, mit Draht (!) kreuz und quer ausgerichtete Liegen und Schirme werden in den verschiendenen Bagni – natürlich jedes mit eigener Farbgebung und kreativen Namensbezeichnung – gerade aufgestellt. Obwohl hier noch nichts los ist, läßt sich ohne Weiteres erahnen, welch touristisches Treiben hier in der Saison herrschen muss. Exzessives Nachtleben und historische Altstadt bilden zwei Extreme und bieten ein breit gefächertes Betätigungsfeld.
Wir verlassen Rimini wieder und erreichen über eine kurvenreiche, steile Straße den oberen, historischen Teil von San Marino. Am Tor „Porta San Francesco“ halten wir auf einem Moto-Parkplatz. Ein Beamter regelt hier gewissenhaft und sehr würdevoll den Verkehrsfluß zwischen Fußgängern und Autos.
Über steile Gassen, in denen die üblichen Lädchen und Souvenirgeschäfte nicht fehlen dürfen, kommen wir hinauf zur Piazza della Libertá mit der Freiheitsstatue und dem Palazzo del Governo, mit seinen gezackten Türmchen. Hier dienen noch Männer in historischen Uniformen als Wachen.
An der Cava die Balestieri, einer Art Amphitheater, vorbei geht es zur tempelartigen Basilika di San Marino, die ein prächtiges Innenschiff beherbergt. Ab jetzt arbeiten wir uns – im wahrsten Sinne des Wortes – nach oben (ähnlich steil wie in Montepulciano) zur den drei Festungstürmen auf den drei Gipfeln des Monte di Titano, der zu einer Seite fast senkrecht und damit uneinnehmbar abfällt. Gemauerte Verbindungsgänge, die durch teilweise parkähnliche, schattige Anlagen führen, Schießscharten in Stadtmauer und Türmen! Man fragt sich unwillkürlich, wie die Leute die Steine zum Bau der imposanten Bauwerke hier oben hoch bekommen haben. Schließlich stammen die meisten Gebäude aus dem 13. Jh.! Durch eine Grundrenovierung vor rd. 100 Jahren herrscht in der ganzen Anlage ein eindrucksvoll gut erhaltenes Ambiente mit Stadtmauer und vielen flotten Autos davor – Geld dürfte hier weniger ein Problem darstellen.....
Um 12.00 Uhr grüßt uns noch ein großes, anhaltendes Geläute von den Glocken des ersten Festungsturms, ehe wir uns auf den Weg zurück machen, diesmal „hinten herum“ über Land ohne Rimini.
Ein Abstecher in dieses mittelalterliche Kleinod versetzt einen in eine andere Zeit und lohnt auf jeden Fall!

Slideshow San Marino
 

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Stand: 06.06.08