Perguia
Wir starten mit dem Motorrad heute vom Campingplatz „Italgest“ in
San Arcangelo am Lago Trasimeno in das rd. 20 km entfernte Perugia.
Es geht zunächst ganz idyllisch auf kleinen Straßen durch die
hügelige, grüne Landschaft Umbriens bis wir im quirligen
Einzugsgebiet der Stadt landen. Die Straße schraubt sich den Berg
hoch, auf dem die Altstadt liegt. Nach einigem Herumkurven und der
Erkenntnis, dass wir hier schon einmal waren, biegen wir an den Tri
Archi rechts ab und parken das Mopped kurz vor der Kirche San Pietro
mit seinem 70 m hohen, viereckigen Turm – so sollten wir den
Parkplatz auch ohne GPS wiederfinden!
Den Corso Cavour entlang kommen wir an der z.Zt. renovierten
Bettelordenskirche San Domenica vorbei und gelangen zu den
altehrwürdigen Treppen „Escalera Ercolano“, die uns weiter bergauf
ins eigentliche Zentrum führen. Von dort oben bietet sich manch
wunderbarer Ausblick. Wir schwenken ein auf die vornehme Flanier-
und Einkaufsmeile Corso Vanucci und folgen ihr zur Piazza 4 Novembre,
wo der Dom, der beachtliche Palazzo die Priori und die Fontana
Maggiore stehen, die eigentlich gar nicht so groß ist.
DieTreppenstufen der beiden Gebäude sind ein gut besuchter Treff-
und Sitzpunkt in der Universitätsstadt. Auch heute ist hier einiges
los. Ein Abstecher hinter den Palazzo die Priori bringt uns zu einer
weiteren Treppe, von der man einen schönen Blick den
Geschlechterturm Torre degli Sciri sowie auf viele prächtige Pallazi
und Kirchen im Westteil hat, der für seine Treppen und kleinen
Gassen bekannt ist.
Wir schlendern zurück über die Vanucci an der hübschen Piazza Italia
vorbei zum ehrwürdigen 5-Sterne Hotel Brufani. Von den benachbarten,
öffentlich zugänglichen Gärten „Carducci“ hat man einen traumhaften
Blick auf das Valle Umbria. Leider fängt es jetzt an zu regnen. Das
regt uns dazu an, die Rocca Paolina, die mittelalterliche,
unterirdische Stadt, zu suchen. Zwar finden wir die Rolltreppe – ja
es ist wirklich eine Rolltreppe! - in die Unterstadt, leider aber
nicht in das Viertel.
So laufen wir zurück zum Motorrad, um uns erneut den
Herausforderungen des Verkehrs in Perugia hinzugeben – in die Stadt
herein zu finden war leichter als wieder heraus – und wir sind froh,
wieder in unsere umbrische Landschaft zurückzukehren.
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