Lago Maggiore: Ausflug nach Locarno und Verbania
Von unserem Campingplatz Continental Lido in Verbania/Italien machen
wir uns mit dem Mopped auf den Weg nach Locarno in der Schweiz. Es
geht entlang der z.T. engen Uferstraße des Lago Maggiore, die uns
mit zackigen Kurven und herrlichen Ausblicken auf den See durch
hübsche Orte wie Verbania, Ghiffa und Cannobio führt. Blühende
Kirschbäume und Camelien, viel junges Grün, Palmen, Nadelbäume, auch
vereinzelte Zypressen säumen den Weg und verbreiten einen
wunderbaren Duft. Herrliche Villen stehen unterhalb und oberhalb der
Straße – eine liebliche Gegend, die uns bestimmt nicht zum letzten
Mal gesehen hat!
In Locarno folgen wir mit ein bißchen Mühe der Beschilderung
Richtung „centro“ und parken standesgemäß auf dem großen Platz genau
gegenüber der UBS. Unser Altstadtbummel führt uns an Stadthäusern
vorbei, die durch ihre Laubengänge an Bozen, in der Farbgebung (gelb
und terracotta) an Imperia in Ligurien und der Flanierpark an Cannes
erinnern. Wir schlendern durch kleine Gassen und gelangen
schließlich zum Fähranleger. Von der Uferpromenade – an der bei dem
Frühlingswetter eine ausgesprochene Picknick-Kultur herrscht - hat
man einen wunderbaren Blick auf die Stadt, die umliegenden, noch
verschneiten, hohen Berge und natürlich den See. Das macht auch
irgendwie das besondere Gefühl am Lago Maggiore aus: unten Wärme und
buntes Treiben, oben schneebedeckte, kalte Berge.
Wir „wedeln“ auf unserer Uferstraße zurück nach Verbania. Pompöse
Villen und wunderbare Gärten erwarten uns dort am Straßenrand. Im
alten Ortsteil Panzallo parken wir auf dem Marktplatz direkt
gegenüber der Kirche, die den Besucher um 12.oo Uhr mit einem
ausgedehnten Glockenspiel begrüßt. Die Häuser sind beige, ocker-
oder terracottafarben gestrichen, in den Gärten blühen Kirschen,
Magnolien, Mimosen, Ranunkel, Rhododendren und Azaleen in allen
erdenklichen Rottönen. Ein unbeschreiblicher Frühlingsrausch!
Durch kleine „Wohnstraßen“ arbeiten wir uns bergauf Richtung Villa
Taranto, eine Art botanischen Garten. Allerdings sind Besichtigungen
hier nur mit Führung möglich und weder Preis noch Zeiten sind
ausgeschildert, so dass wir uns mit unseren bisherigen wunderbaren
Eindrücken zufrieden geben.
Am Fähranleger erkundigen wir uns noch nach den
Überfahrtmöglichkeiten: Für ein Motorrad mit zwei Personen kostet
sie einmalig Euro 9,40. Das bietet sich z.B. an, um mittwochs den
berühmten Markt in Luino auf der gegenüberleigenden Seite des Sees
zu besuchen. Das Wetter ist allerdings heute nicht stabil genug,
einige Regenwolken kommen in Sicht, die uns zur Rückkehr aufbrechen
lassen – naß werden bringt auf dem Mopped nicht wirklich Spaß....
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