29.04.08

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Lago Maggiore: Ausflug nach Locarno und Verbania

Von unserem Campingplatz Continental Lido in Verbania/Italien machen wir uns mit dem Mopped auf den Weg nach Locarno in der Schweiz. Es geht entlang der z.T. engen Uferstraße des Lago Maggiore, die uns mit zackigen Kurven und herrlichen Ausblicken auf den See durch hübsche Orte wie Verbania, Ghiffa und Cannobio führt. Blühende Kirschbäume und Camelien, viel junges Grün, Palmen, Nadelbäume, auch vereinzelte Zypressen säumen den Weg und verbreiten einen wunderbaren Duft. Herrliche Villen stehen unterhalb und oberhalb der Straße – eine liebliche Gegend, die uns bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen hat!

In Locarno folgen wir mit ein bißchen Mühe der Beschilderung Richtung „centro“ und parken standesgemäß auf dem großen Platz genau gegenüber der UBS. Unser Altstadtbummel führt uns an Stadthäusern vorbei, die durch ihre Laubengänge an Bozen, in der Farbgebung (gelb und terracotta) an Imperia in Ligurien und der Flanierpark an Cannes erinnern. Wir schlendern durch kleine Gassen und gelangen schließlich zum Fähranleger. Von der Uferpromenade – an der bei dem Frühlingswetter eine ausgesprochene Picknick-Kultur herrscht - hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt, die umliegenden, noch verschneiten, hohen Berge und natürlich den See. Das macht auch irgendwie das besondere Gefühl am Lago Maggiore aus: unten Wärme und buntes Treiben, oben schneebedeckte, kalte Berge.

Wir „wedeln“ auf unserer Uferstraße zurück nach Verbania. Pompöse Villen und wunderbare Gärten erwarten uns dort am Straßenrand. Im alten Ortsteil Panzallo parken wir auf dem Marktplatz direkt gegenüber der Kirche, die den Besucher um 12.oo Uhr mit einem ausgedehnten Glockenspiel begrüßt. Die Häuser sind beige, ocker- oder terracottafarben gestrichen, in den Gärten blühen Kirschen, Magnolien, Mimosen, Ranunkel, Rhododendren und Azaleen in allen erdenklichen Rottönen. Ein unbeschreiblicher Frühlingsrausch!
Durch kleine „Wohnstraßen“ arbeiten wir uns bergauf Richtung Villa Taranto, eine Art botanischen Garten. Allerdings sind Besichtigungen hier nur mit Führung möglich und weder Preis noch Zeiten sind ausgeschildert, so dass wir uns mit unseren bisherigen wunderbaren Eindrücken zufrieden geben.
Am Fähranleger erkundigen wir uns noch nach den Überfahrtmöglichkeiten: Für ein Motorrad mit zwei Personen kostet sie einmalig Euro 9,40. Das bietet sich z.B. an, um mittwochs den berühmten Markt in Luino auf der gegenüberleigenden Seite des Sees zu besuchen. Das Wetter ist allerdings heute nicht stabil genug, einige Regenwolken kommen in Sicht, die uns zur Rückkehr aufbrechen lassen – naß werden bringt auf dem Mopped nicht wirklich Spaß....


 

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Stand: 29.04.08