Lago Maggiore: Motorradtour um den Lago di Orta
und nach Stresa
Der Lago Maggiore ist schon ein schönes Fleckchen Erde; aber ein
wahres Kleinod und Geheimnis ist der kleine Lago di Orta! Durch das
eher industrielle Gravellona bahnen wir uns unseren Weg Richtung des
Orta-Sees. Eine kleine, geschwungene Straße führt bergan durch
Weinberge und bietet neben reizvollen Landschaftsbildern herrliche
Ausblicke auf den blau schimmernden See und seine reizvolle Insel.
Es geht durch kleine, ursprüngliche Ortschaften wie Brolo, Nonia,
Cesara und Alzo und schließlich nach Gozzano, einem Ort mit stolzen,
großzügigen, mediterranen Villen und Gärten, deren Frühblüher nur
erahnen lassen, welche Pracht und Vielfalt sie noch entwickeln
werden! Wieder nordwärts schlängelt sich die Uferstraße mit gutem
Belag, flotten Kurven und schönen Ausbicken auf den See, der mich
von hieraus ein bißchen an Bled in Slovenien erinnert. Wir biegen
rechts ab nach Agrano und stoßen auf eine „fetzige“, ebenfalls gute
Bergstraße mit einigen Tornanti und wieder tollen, diesmal aber
Bergvillen aus groberen Feldsteinen. Bei Gignese überqueren wir eine
enge Brücke, danach geht es in Serpentinen bergab mit wunderbaren
Ausblicken auf den Lago Maggiore und seine Inseln nach Stresa, ein
mondänes Seebad mit vornehmen, alten aber gut erhaltenen Hotelbauten
aus der Belle Epoche.
Dort halten wir am Bootsanleger und werden sofort für eine Überfahrt
zu den Inseln umworben. Die vier Inseln werden auch als die Perlen
des Lago Maggiore bezeichnet. U.a. beherbergt die Isola Bella eine
wundervolle Gartenlandschaft und einen Palast, die Isola die
Pescatori ist, wie der Name schon sagt, ein Ort der Fischer und eher
tourisitischer Natur. Von unserem Parkplatz aus kostet die Fahrt zu
beiden Inseln Euro 9,50 pro Person.
Wir schlendern die Promenade entlang und betrachten die ehrwürdigen,
stilvollen Hotelbauten und die herrlichen Villen mit ihren
blumenreichen, duftenden Gärten und natürlich Seeblick. Kaum
verständlich, dass es auch große, ehemals stolze Häuser gibt, die
heute z.T. dem Verfall hin gegeben werden. Erwähnenswert in Stresa
ist auch noch der kleine botanische Garten, in dem sich auch ein Zoo
befindet. Insgesamt sollte man sich für das Städtchen ein wenig mehr
Zeit nehmen.
Vorbei an den Steinbrüchen von Baveno, wo seit langer Zeit rosa
Granit gewonnen wird, geht´s zurück zu unserem Campingdomizl in
Verbania/Fondotoce. Der Campingplatz Continental Lido liegt
idyllisch zwischen dem Lago Maggiore und dem kleinen Lago de
Mergozzo, auf dessen gegenüberliegenden Seite sich malerisch das
Dörfchen Mergozzo direkt vor verschneiten Bergen präsentiert.
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