29.04.08

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Lago Maggiore: Motorradtour um den Lago di Orta und nach Stresa

Der Lago Maggiore ist schon ein schönes Fleckchen Erde; aber ein wahres Kleinod und Geheimnis ist der kleine Lago di Orta! Durch das eher industrielle Gravellona bahnen wir uns unseren Weg Richtung des Orta-Sees. Eine kleine, geschwungene Straße führt bergan durch Weinberge und bietet neben reizvollen Landschaftsbildern herrliche Ausblicke auf den blau schimmernden See und seine reizvolle Insel. Es geht durch kleine, ursprüngliche Ortschaften wie Brolo, Nonia, Cesara und Alzo und schließlich nach Gozzano, einem Ort mit stolzen, großzügigen, mediterranen Villen und Gärten, deren Frühblüher nur erahnen lassen, welche Pracht und Vielfalt sie noch entwickeln werden! Wieder nordwärts schlängelt sich die Uferstraße mit gutem Belag, flotten Kurven und schönen Ausbicken auf den See, der mich von hieraus ein bißchen an Bled in Slovenien erinnert. Wir biegen rechts ab nach Agrano und stoßen auf eine „fetzige“, ebenfalls gute Bergstraße mit einigen Tornanti und wieder tollen, diesmal aber Bergvillen aus groberen Feldsteinen. Bei Gignese überqueren wir eine enge Brücke, danach geht es in Serpentinen bergab mit wunderbaren Ausblicken auf den Lago Maggiore und seine Inseln nach Stresa, ein mondänes Seebad mit vornehmen, alten aber gut erhaltenen Hotelbauten aus der Belle Epoche.
Dort halten wir am Bootsanleger und werden sofort für eine Überfahrt zu den Inseln umworben. Die vier Inseln werden auch als die Perlen des Lago Maggiore bezeichnet. U.a. beherbergt die Isola Bella eine wundervolle Gartenlandschaft und einen Palast, die Isola die Pescatori ist, wie der Name schon sagt, ein Ort der Fischer und eher tourisitischer Natur. Von unserem Parkplatz aus kostet die Fahrt zu beiden Inseln Euro 9,50 pro Person.
Wir schlendern die Promenade entlang und betrachten die ehrwürdigen, stilvollen Hotelbauten und die herrlichen Villen mit ihren blumenreichen, duftenden Gärten und natürlich Seeblick. Kaum verständlich, dass es auch große, ehemals stolze Häuser gibt, die heute z.T. dem Verfall hin gegeben werden. Erwähnenswert in Stresa ist auch noch der kleine botanische Garten, in dem sich auch ein Zoo befindet. Insgesamt sollte man sich für das Städtchen ein wenig mehr Zeit nehmen.

Vorbei an den Steinbrüchen von Baveno, wo seit langer Zeit rosa Granit gewonnen wird, geht´s zurück zu unserem Campingdomizl in Verbania/Fondotoce. Der Campingplatz Continental Lido liegt idyllisch zwischen dem Lago Maggiore und dem kleinen Lago de Mergozzo, auf dessen gegenüberliegenden Seite sich malerisch das Dörfchen Mergozzo direkt vor verschneiten Bergen präsentiert.


 

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Stand: 29.04.08