Dolomiten 2:
Meran, Jaufenpaß und über die alte Brennerstraße zurück
Nach z.T. heftigen Regenfällen in der Nacht kämpft sich am Morgen
die Sonne durch. Heute steht u.a. Meran auf dem Programm. Von der
Seiser Alm fahren wir wieder `mal Richtung Bozen, wo heute die
Innenstadt gesperrt ist. Allerdings ist Meran auch so ganz gut
beschildert und so fahren wir am Krankenhaus vorbei aus der Stadt
heraus, nehmen dann aber nicht den direkten Weg sondern die
Höhenstraße nach Meran, die sich mit tollen Ausblicken dem Berg
hinauf schlängelt. Herrliche Alpenwiesen mit gelbem Löwenzahn
durchsetzt und sattgrüne Hänge lassen das Herz höher schlagen,
insbesondere wenn sie von gut ausgebauten Kurven und gutem Belag
begleitet werden. Nur an einer Baustelle bei Verano müssen wir über
einen längeren Abschnitt mit groberem Schotter, für den man aber
wieder schnell durch „Kurvenwedeln“ entschädigt wird.
In Meran folgen wir der Beschilderung „centro“, parken in der
Altstadt und bummeln ein wenig durch die Laubengänge, die, wie in
Bozen, eine ganz besondere Atmosphäre zaubern. Das altehrwürdige
Kurhaus zeugt von einer gewissen Noblesse des Ortes, der auch heute
gut besucht ist. Das milde Klima bietet ideale Bedingungen für ein
kleines Paradies und läßt hier Palmen in duftenden, farbenprächtigen
Gärten vor mondänen Villen gedeihen.
Das GPS führt uns zielsicher aus der Stadt wieder heraus Richtung
Jaufenpaß. Die Straße ist breit, gut befahrbar und schlängelt sich
sehr hübsch zwischen Berg und Bach entlang. Ab San Leonardo wird es
dann steiler, enger, mit vielen Kurven und Tornanti – allerdings
wird auch der Belag deutlich schlechter. Durch den Feier- und
Brückentag sind heute viele Süddeutsche hier, die allerdings fast
alle in umgekehrter Richtung unterwegs sind. So sind wir relativ
allein auf unserer Bahn.
Zunächst durch den Nadelwald, dann über die Baumgrenze hinaus landen
wir schließlich im kühlen, feuchten Wolkennebel am 2004 m hoch
gelegenen Jaufenpaß. Also gibt es hier auch nur eine kurze Rast und
wir beeilen uns, nach unten in wärmere Bereiche zu kommen. Ab
Sterzing sind wir wieder „Warmblüter“ und nehmen die alte
Brennerstraße nach Süden. Sie ist ebenfalls sehr gut befahrbar und
verläuft mit flotten Kurven `mal links, `mal rechts der Autobahn.
Allerdings muss man quer durch das verkehrsreiche Brixen, wo man
sich am besten „italienisch“ am Stau vorbeimogelt....
Nach Klausen nehmen wir dann den linken Abzweiger nach Kastelruth,
wo eine landschaftlich schöne und fahrerisch äußerst ansprechende,
kurvige Strecke auf den Biker wartet. Ein schöner Abschluß der Tour,
denn von Kastelruth ist es nur noch ein Katzensprung zum
Campingplatz.
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