06.06.08

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Dolomiten 2:
Meran, Jaufenpaß und über die alte Brennerstraße zurück

Nach z.T. heftigen Regenfällen in der Nacht kämpft sich am Morgen die Sonne durch. Heute steht u.a. Meran auf dem Programm. Von der Seiser Alm fahren wir wieder `mal Richtung Bozen, wo heute die Innenstadt gesperrt ist. Allerdings ist Meran auch so ganz gut beschildert und so fahren wir am Krankenhaus vorbei aus der Stadt heraus, nehmen dann aber nicht den direkten Weg sondern die Höhenstraße nach Meran, die sich mit tollen Ausblicken dem Berg hinauf schlängelt. Herrliche Alpenwiesen mit gelbem Löwenzahn durchsetzt und sattgrüne Hänge lassen das Herz höher schlagen, insbesondere wenn sie von gut ausgebauten Kurven und gutem Belag begleitet werden. Nur an einer Baustelle bei Verano müssen wir über einen längeren Abschnitt mit groberem Schotter, für den man aber wieder schnell durch „Kurvenwedeln“ entschädigt wird.
In Meran folgen wir der Beschilderung „centro“, parken in der Altstadt und bummeln ein wenig durch die Laubengänge, die, wie in Bozen, eine ganz besondere Atmosphäre zaubern. Das altehrwürdige Kurhaus zeugt von einer gewissen Noblesse des Ortes, der auch heute gut besucht ist. Das milde Klima bietet ideale Bedingungen für ein kleines Paradies und läßt hier Palmen in duftenden, farbenprächtigen Gärten vor mondänen Villen gedeihen.
Das GPS führt uns zielsicher aus der Stadt wieder heraus Richtung Jaufenpaß. Die Straße ist breit, gut befahrbar und schlängelt sich sehr hübsch zwischen Berg und Bach entlang. Ab San Leonardo wird es dann steiler, enger, mit vielen Kurven und Tornanti – allerdings wird auch der Belag deutlich schlechter. Durch den Feier- und Brückentag sind heute viele Süddeutsche hier, die allerdings fast alle in umgekehrter Richtung unterwegs sind. So sind wir relativ allein auf unserer Bahn.
Zunächst durch den Nadelwald, dann über die Baumgrenze hinaus landen wir schließlich im kühlen, feuchten Wolkennebel am 2004 m hoch gelegenen Jaufenpaß. Also gibt es hier auch nur eine kurze Rast und wir beeilen uns, nach unten in wärmere Bereiche zu kommen. Ab Sterzing sind wir wieder „Warmblüter“ und nehmen die alte Brennerstraße nach Süden. Sie ist ebenfalls sehr gut befahrbar und verläuft mit flotten Kurven `mal links, `mal rechts der Autobahn. Allerdings muss man quer durch das verkehrsreiche Brixen, wo man sich am besten „italienisch“ am Stau vorbeimogelt....
Nach Klausen nehmen wir dann den linken Abzweiger nach Kastelruth, wo eine landschaftlich schöne und fahrerisch äußerst ansprechende, kurvige Strecke auf den Biker wartet. Ein schöner Abschluß der Tour, denn von Kastelruth ist es nur noch ein Katzensprung zum Campingplatz.

 

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Stand: 06.06.08