06.06.08

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Dolomiten 1:
Moppedtour Grödnerjoch, Passo Pordoi, Karerpass nach Bozen

Vom Campingplatz Seiser Alm aus, wo man häufiger Moppedfahrer trifft, starten wir unsere erste Dolomitentour dieses Jahres. Über Kastelruth geht es flott auf einer kurvenreichen, kleineren Straße auf und ab Richtung Grödnertal, das wir bei St. Ulrich erreichen. In Wolkenstein überrascht uns eine Umleitung, die uns – nicht wirklich eindeutig beschildert – über eine recht steile und enge Dorfstraße weiter in Richtung der Pässe führt. Da das ursprünglich eingeplante Sellajoch gemäß eines Schildes in St. Christina gesperrt sein soll, biegen wir links ab auf die Straße zum Grödnerjoch, wo wir kurz absteigen, um die Karte zu befragen. Die Straße führt uns auf teilweise ruppigem Belag durch Felsen mit vielen Kurven und Serpentinen hinab zu einigen Wintersportorten wie Arabba, die jetzt im Mai eher verschlafen wirken. Von dort aus geht es 33 Tornanti nach oben zum Passo Pordoi. Kurz vorher erwischt uns (21. Mai!) ein Graupel- und später Hagelschauer, den wir größtenteils unter einer Brücke „abwettern“ können. Dennoch hat sich auf dem Pass eine kleine Eisschicht am unteren Rand der Windschutzscheibe gebildet!
Bei diesen Witterungsbedingungen und der Tatsache, dass das Profil unserer Reifen den Regengott nur noch bedingt milde stimmen kann, fahren wir recht vorsichtig bergab Richtung Bozen und beschließen – nach dem Auftauen der eigenen Gliedmaßen in wärmeren Gefilden – nicht über den Thierspaß zurück zu fahren, sondern den Weg über den Karerpaß am Karersee vorbei direkt nach Bozen zu nehmen.
Dort ist es – wie immer, wenn wir in Vollmontur da sind – sonnig und warm! Wir parken – wie immer – hinter dem Dom auf einem Moto-Parkplatz und machen uns anschließend – wie immer – an die Suche des Käsekreinerstandes, den wir – wie immer – nach ausgiebigem Stadtbummel an der Ecke Goethestraße/Leonardo da Vinci finden. Das heiße Käse-Würstchen ist Kult und entschädigt für Einiges! (Kennengelernt haben wir die Käsekreiner übrigens auf der Kieler Woche durch Anita und Leif, die gern am Naßfeld Skilaufen gehen....).
Wir kaufen am Markt noch schnell Brot und Südtiroler Speck ein und düsen anschließend über Blumau und Völs am Schlern kurven- und aussichtsreich wieder zurück zum Campingplatz.
Dort hören wir von einem anderen FJR-Fahrer, dass am Nachmittag das Grödnerjoch witterungsbedingt gesperrt war und er die ganze Runde über Passo Pordoi und Sellajoch (doch offen!) durchgefroren zurückfahren musste, obwohl es heute nur eine kleine Runde hätte werden sollen.....- da hatten wir also vergleichsweise Glück!

 

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Stand: 06.06.08