Dolomiten 1:
Moppedtour Grödnerjoch, Passo Pordoi, Karerpass nach Bozen
Vom Campingplatz Seiser Alm aus, wo man häufiger Moppedfahrer
trifft, starten wir unsere erste Dolomitentour dieses Jahres. Über
Kastelruth geht es flott auf einer kurvenreichen, kleineren Straße
auf und ab Richtung Grödnertal, das wir bei St. Ulrich erreichen. In
Wolkenstein überrascht uns eine Umleitung, die uns – nicht wirklich
eindeutig beschildert – über eine recht steile und enge Dorfstraße
weiter in Richtung der Pässe führt. Da das ursprünglich eingeplante
Sellajoch gemäß eines Schildes in St. Christina gesperrt sein soll,
biegen wir links ab auf die Straße zum Grödnerjoch, wo wir kurz
absteigen, um die Karte zu befragen. Die Straße führt uns auf
teilweise ruppigem Belag durch Felsen mit vielen Kurven und
Serpentinen hinab zu einigen Wintersportorten wie Arabba, die jetzt
im Mai eher verschlafen wirken. Von dort aus geht es 33 Tornanti
nach oben zum Passo Pordoi. Kurz vorher erwischt uns (21. Mai!) ein
Graupel- und später Hagelschauer, den wir größtenteils unter einer
Brücke „abwettern“ können. Dennoch hat sich auf dem Pass eine kleine
Eisschicht am unteren Rand der Windschutzscheibe gebildet!
Bei diesen Witterungsbedingungen und der Tatsache, dass das Profil
unserer Reifen den Regengott nur noch bedingt milde stimmen kann,
fahren wir recht vorsichtig bergab Richtung Bozen und beschließen –
nach dem Auftauen der eigenen Gliedmaßen in wärmeren Gefilden –
nicht über den Thierspaß zurück zu fahren, sondern den Weg über den
Karerpaß am Karersee vorbei direkt nach Bozen zu nehmen.
Dort ist es – wie immer, wenn wir in Vollmontur da sind – sonnig und
warm! Wir parken – wie immer – hinter dem Dom auf einem
Moto-Parkplatz und machen uns anschließend – wie immer – an die
Suche des Käsekreinerstandes, den wir – wie immer – nach ausgiebigem
Stadtbummel an der Ecke Goethestraße/Leonardo da Vinci finden. Das
heiße Käse-Würstchen ist Kult und entschädigt für Einiges! (Kennengelernt
haben wir die Käsekreiner übrigens auf der Kieler Woche durch Anita
und Leif, die gern am Naßfeld Skilaufen gehen....).
Wir kaufen am Markt noch schnell Brot und Südtiroler Speck ein und
düsen anschließend über Blumau und Völs am Schlern kurven- und
aussichtsreich wieder zurück zum Campingplatz.
Dort hören wir von einem anderen FJR-Fahrer, dass am Nachmittag das
Grödnerjoch witterungsbedingt gesperrt war und er die ganze Runde
über Passo Pordoi und Sellajoch (doch offen!) durchgefroren
zurückfahren musste, obwohl es heute nur eine kleine Runde hätte
werden sollen.....- da hatten wir also vergleichsweise Glück!
Copyright 2008 eurotourer.de