06.06.08

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Motorradtour zum Monte Amiata

Heute wollen wir die Gegend um den höchsten Berg der Toskana, dem Monte Amiata, erkunden. Zunächst geht es in Richtung Chiusi auf einer größeren Landstraße. Da es in der Zielrichtung eher ländlich zugeht, ist vorher voll tanken ratsam. Danach verlassen wir die Landstraße und tauchen auf kleinen Straßen in eine grüne, meist bewaldete Hügellandschaft ab. Kurvig, mit leider schlechtem Untergrund führt uns der Weg rauf und runter über Piegaro, bis wir schließlich die an ihre Hügelkuppe gekrallte Citta della Pieve erreichen. Dieses mittelalterliche Städtchen müssen wir uns bei Gelegenheit `mal intensiver anschauen! Heute stehen die Zeichen auf Mopped fahren!
In Serpentinen geht es jetzt bergab – mit herrlichen Ausblicken auf das Tal. Durch grüne Hügel, mal bewaldet, mal mit Feldern schwingen wir uns – meist ganz allein - die Straße entlang, die zum Glück jetzt einen besseren Belag aufweist. Wo es bergab geht, geht es meist auch wieder bergauf: Die Straße schlängelt sich mit Kurven und Tornanti einen Berg hinauf und wir landen in einem kleinen Ort namens Piancastgnaio, das sich einerseits auszeichnet durch einen hohen Schornstein, der Schwefelgase von sich gibt, andererseits aber auch eine kleine Burg mit schiefem Turm zu bieten hat. Es folgt ein netter Ort, Abbadia San Salvatore, mit einem hübschen Ortskern, Brunnen, Denkmal und sonntäglichem Treiben, das eher alpenländisch anmutet.
Ab jetzt geht`s bergab Richtung Pienza. In der Kommune Siena, zu der die Stadt gehört, sind die Straßen deutlich besser, so dass die Kurven hier richtig Spaß machen. Und jetzt wird die Landschaft auch so echt „toskanisch“ – fast kitschig schön: Zypressen begrenzen so manche Straße und Auffahrt, terrakottafarbene Häuser mit ihren runden Loggien auf dem Hügel, natürlich umgeben von Zypressen und Pinien. Die sattgrünen Felder sind mit wildem Raps durchsetzt, so dass ein gelber bis hellgrüner Schimmer entsteht. Am Wegesrand blüht fast überall Mohn. An anderer Stelle stehen Olivenhaine oder Weinreben. Herrlich sanfte Hügel und dieser Duft! Kurven sind das eine, aber die wunderschöne Toskana-Landschaft ist das wirklich Reizvolle! Wir können uns gar nicht satt sehen! Wir kommen um eine „Ecke“ und uns bietet sich noch ein phantastisches Bild: Pienza, hoch oben auf dem nächsten Hügel!

Zu Besichtigungen ist ein Sonntag weniger geeignet, also fahren wir nur hindurch und landen schließlich an dem mittelalterlichen kleinen Örtchen San Quirico, vor dem wir links abbiegen. Eine kleine Straße, die kaum genutzt wird, führt uns mitten durch die wunderbare Landschaft Richtung Chiusi, wo es wieder etwas belebter wird. Hier kann man auch einige Villen in schönen Gärten, hinter meist hohen Mauern erahnen.
Voller bezaubernder Eindrücke geht die Fahrt nach ca. 150 km zu Ende und wir lassen diese später bei einem Bier vor dem Wohnwagen in der Sonne noch einmal an uns revue passieren.
 

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Stand: 06.06.08