Wanderung durch das Roia-Tal
Heute veranstaltet unser Tourguide Marijan eine „Probetour“ einer
Wanderung durch das Roia-Tal. Er selbst hat vor einigen Jahren in
dem hübschen Örtchen Airole einige Wochen Urlaub gemacht und sich
u.a. die Gegend erwandert. So hat er auch die heute geplante Tour
entdeckt.
Wir treffen uns um 9.30 Uhr an der Rezeption: Heute sind es
insgesamt 5 Gäste: Die Saarburger Willi und Erika, deren
Platznachbarin aus Augsburg und wir beide. Das Himmel ist fast
bedeckt, was für eine Wanderung ja grundsätzlich nicht schlecht ist.
Hoffentlich regnet es nicht; zur Not haben wir aber – neben dem
obligatorischen festen Schuhwerk an den Füßen - natürlich Regenzeug
im Rucksack mit!
Marijan besorgt noch schnell die verabredeten Lunchpakete aus dem
Restaurant und los geht es! Zunächst auf der Küstenstraße nach
Ventimiglia und weiter auf der Straße Nr. 20 durch mehrere Tunnel
fährt er uns nach Airole. Wir halten nach steiler Anfahrt auf einem
Parkplatz, den man kennen muss. Quer durch den hübschen Ort folgen
wir Marijan zum Einstieg in den Wanderweg, der zunächst geteert
bergab, dann wieder auf geschottertem Weg zwischen Gemüsegärtchen
bergauf führt, bis wir zu einem Wasserkraftgenerator kommen. Kleine
Verschnaufpause mit Blick ins Tal und auf den Flußlauf der Roia!
Jetzt geht`s vorbei an offensichtlich bewohnten Häuschen mit
gepflegten Anbauterrassen weiter in die Schlucht hinein. Um die
nächste Ecke herum erschließen sich wunderbare Ausblicke auf die
Roia-Schleife und die jetzt bunte Berglandschaft, in der auch hoch
oben ein Schlösschen zu sehen ist, das genau in diesem Moment von
der Sonne angestrahlt wird.
Der Weg wird zum Trampelpfad, der Geröllanteil wird größer und es
läßt sich schlechter laufen als zuvor beschrieben. Da sind bei
Marijan wohl einige Erinnerungen etwas verblaßt, denn die Rede war
von rd. 40 Minuten relativ ebener Strecke. Vor allem den älteren
Teilnehmern ist die Anstrengung anzumerken, obwohl Marijan immer mal
wieder anhält, wartet und Hilfe anbietet. Nach rd. 1 ¼ Stunde
erreichen wir dann am Ende der Schlucht die Roia-Schleife, wo wir
uns auf großen Steinen niederlassen und mit den Lunchpaketen ein
herzhaftes Picknick veranstalten. Marijan wird der Küche erläutern,
dass er künftig je ein Lunchpaket für den Fahrer und den Tourguide
haben möchte. Mal sehen, ob er damit durchkommt.....?
So gestärkt, brechen wir nach einer guten halben Stunde wieder auf
in Richtung des oben am Hang liegenden Örtchens Fanghetto San
Michele, das erstaunlicherweise fest in niederländischer Hand zu
sein scheint. Wir erklimmen die steilen Wege und Treppen ganz nach
oben, entdecken dabei wie Brücken geschwungene Treppen und hübsch
angelegte Aussichtsterrassen der Häuschen. Außer einem laufenden
Radio irgendwo ist hier kein Leben anzutreffen und auch das örtlich
Lokal öffnet nur Fr.-So. von 12.30 – 14.00 Uhr!
Also geht es den Weg wieder zurück. Da der Steigungsanteil jetzt
größer ist, brauchen wir zurück rd. 1 ½ Stunden. Wanderstöcke, die
wir aufgrund der Beschreibung für überdimensioniert hielten, wären
jetzt hilfreich, und wir geben noch weitere Tipps für
Bergwanderungen an Marijan für künftige Touren weiter. Kompliment an
die älteren Teilnehmer, die eine erstaunliche Kondition aufweisen!
Zurück in Airole gehen wir zusammen in einer Bar Cappuccini trinken,
wo wir noch einmal die schönen landschaftlichen Eindrücke der Tour
auf uns wirken lassen.
Da wir gut in der Zeit liegen und die Augsburgerin so von Menton
geschwärmt hatte, fährt Marijan noch spontan dorthin. Wir bummeln
ein wenig durch die hübsche Fußgängerzone, schauen in kleine
Geschäftchen und erkunden noch den Platz vor dem örtlichen Casino.
Marijan und die anderen Teilnehmer gönnen sich noch ein Eis. Der
Wind hat inzwischen deutlich aufgefrischt, der Himmel hat sich
zugezogen und so sind – auch ohne Eis - 14 C kalt genug für uns
beide. Da auch die Parkzeit bald abläuft, sehen wir zu, unsere
Einkäufe zu erledigen. Dann schnell ab in den wärmenden Bus!
Gegen 17.00 Uhr kommen wir dann wieder am Platz an. Wir bedanken uns
alle für einen einmal wieder unvergeßlichen Tag und verabschieden
uns zunächst für dieses Jahr von einander. Via unserer Homepages (Marijan:
www/sole-liguria.com) werden wir sicher häufiger gegenseitig von uns
hören!
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