25.10.07

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Wanderung durch das Roia-Tal

Heute veranstaltet unser Tourguide Marijan eine „Probetour“ einer Wanderung durch das Roia-Tal. Er selbst hat vor einigen Jahren in dem hübschen Örtchen Airole einige Wochen Urlaub gemacht und sich u.a. die Gegend erwandert. So hat er auch die heute geplante Tour entdeckt.

Wir treffen uns um 9.30 Uhr an der Rezeption: Heute sind es insgesamt 5 Gäste: Die Saarburger Willi und Erika, deren Platznachbarin aus Augsburg und wir beide. Das Himmel ist fast bedeckt, was für eine Wanderung ja grundsätzlich nicht schlecht ist. Hoffentlich regnet es nicht; zur Not haben wir aber – neben dem obligatorischen festen Schuhwerk an den Füßen - natürlich Regenzeug im Rucksack mit!
Marijan besorgt noch schnell die verabredeten Lunchpakete aus dem Restaurant und los geht es! Zunächst auf der Küstenstraße nach Ventimiglia und weiter auf der Straße Nr. 20 durch mehrere Tunnel fährt er uns nach Airole. Wir halten nach steiler Anfahrt auf einem Parkplatz, den man kennen muss. Quer durch den hübschen Ort folgen wir Marijan zum Einstieg in den Wanderweg, der zunächst geteert bergab, dann wieder auf geschottertem Weg zwischen Gemüsegärtchen bergauf führt, bis wir zu einem Wasserkraftgenerator kommen. Kleine Verschnaufpause mit Blick ins Tal und auf den Flußlauf der Roia! Jetzt geht`s vorbei an offensichtlich bewohnten Häuschen mit gepflegten Anbauterrassen weiter in die Schlucht hinein. Um die nächste Ecke herum erschließen sich wunderbare Ausblicke auf die Roia-Schleife und die jetzt bunte Berglandschaft, in der auch hoch oben ein Schlösschen zu sehen ist, das genau in diesem Moment von der Sonne angestrahlt wird.

Der Weg wird zum Trampelpfad, der Geröllanteil wird größer und es läßt sich schlechter laufen als zuvor beschrieben. Da sind bei Marijan wohl einige Erinnerungen etwas verblaßt, denn die Rede war von rd. 40 Minuten relativ ebener Strecke. Vor allem den älteren Teilnehmern ist die Anstrengung anzumerken, obwohl Marijan immer mal wieder anhält, wartet und Hilfe anbietet. Nach rd. 1 ¼ Stunde erreichen wir dann am Ende der Schlucht die Roia-Schleife, wo wir uns auf großen Steinen niederlassen und mit den Lunchpaketen ein herzhaftes Picknick veranstalten. Marijan wird der Küche erläutern, dass er künftig je ein Lunchpaket für den Fahrer und den Tourguide haben möchte. Mal sehen, ob er damit durchkommt.....?
So gestärkt, brechen wir nach einer guten halben Stunde wieder auf in Richtung des oben am Hang liegenden Örtchens Fanghetto San Michele, das erstaunlicherweise fest in niederländischer Hand zu sein scheint. Wir erklimmen die steilen Wege und Treppen ganz nach oben, entdecken dabei wie Brücken geschwungene Treppen und hübsch angelegte Aussichtsterrassen der Häuschen. Außer einem laufenden Radio irgendwo ist hier kein Leben anzutreffen und auch das örtlich Lokal öffnet nur Fr.-So. von 12.30 – 14.00 Uhr!

Also geht es den Weg wieder zurück. Da der Steigungsanteil jetzt größer ist, brauchen wir zurück rd. 1 ½ Stunden. Wanderstöcke, die wir aufgrund der Beschreibung für überdimensioniert hielten, wären jetzt hilfreich, und wir geben noch weitere Tipps für Bergwanderungen an Marijan für künftige Touren weiter. Kompliment an die älteren Teilnehmer, die eine erstaunliche Kondition aufweisen!
Zurück in Airole gehen wir zusammen in einer Bar Cappuccini trinken, wo wir noch einmal die schönen landschaftlichen Eindrücke der Tour auf uns wirken lassen.

Da wir gut in der Zeit liegen und die Augsburgerin so von Menton geschwärmt hatte, fährt Marijan noch spontan dorthin. Wir bummeln ein wenig durch die hübsche Fußgängerzone, schauen in kleine Geschäftchen und erkunden noch den Platz vor dem örtlichen Casino. Marijan und die anderen Teilnehmer gönnen sich noch ein Eis. Der Wind hat inzwischen deutlich aufgefrischt, der Himmel hat sich zugezogen und so sind – auch ohne Eis - 14 C kalt genug für uns beide. Da auch die Parkzeit bald abläuft, sehen wir zu, unsere Einkäufe zu erledigen. Dann schnell ab in den wärmenden Bus!
Gegen 17.00 Uhr kommen wir dann wieder am Platz an. Wir bedanken uns alle für einen einmal wieder unvergeßlichen Tag und verabschieden uns zunächst für dieses Jahr von einander. Via unserer Homepages (Marijan: www/sole-liguria.com) werden wir sicher häufiger gegenseitig von uns hören!

 

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Stand: 25.10.07