25.10.07

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Nach Triora zum Colla di Langan und über das Nervia-Tal zurück

Von Marijan, unserem Guide auf mehreren schönen Ausflügen, haben wir viel über das Örtchen Triora und das Argentina-Tal gehört und folgen heute einer seiner Tourempfehlungen.

Wie fast immer müssen wir wieder quer durch San Remo nach Taggia, wo wir der Ausschilderung Richtung Triora ins Argentina-Tal folgen. Die Straße führt uns zunächst nach Badalucco, ein nettes Örtchen mit gelben und apricot-farbenen Häuschen und typischen grünen Fensterläden. Die Straße mit meist gutem Belag schlängelt sich mit z.T. scharfen Kurven zwischen dem Flüßchen Argentina (im eigenen „Canyon“) und dem bewachsenen Berghang mit obligatorischer Felssteinmauer entlang und macht einfach Spaß. Nach ca, 20 km erreichen wir hoch oben auf dem Berg das ebenfalls typisch ligurische Dorf Triora, das – ähnlich wie im Harz üblich – einen Hexenkult zelebriert. Die Exponate in den kleinen Läden werden jahreszeitgerecht um Halloween-Artikel wie Kürbisse und Masken ergänzt.

Das Motorrad haben wir am Ende der befahrbaren Straße abgestellt, bummeln jetzt durch die engen Gassen und bestaunen die Steinhäuser mit ihren großzügigen, sonnigen Innenhöfen. Weiter oben gibt es eine verfallene Burg – und kein Motorradausflug ohne Bergsteigen! – also, ab da hoch! Wir genießen die Aussicht von dort auf Triora selbst und die Nachbardörfer, die sich ebenfalls an den Berghang geheftet haben.
Anschließend schrauben wir uns auf der einzigen Zufahrtsstraße wieder den Berg hinab zurück zum Abzweiger Richtung Pigna. Hier wird der Straßenbelag etwas schlechter. Es geht durch den schattigen Wald, der sich anfängt bunt zu verfärben und erste Blätter und Esskastanien von sich wirft. Die Straße schlängelt sich immer am Fels entlang mit einigen Tounanti und eindrucksvollen Ausblicken Richtung Monte Ceppo. Dorthin zu fahren ist zu dieser Jahreszeit wenig empfehlenswert, da die ohnehin kleine, relativ schlechte Straße mit Laub und Tannennadeln, Esskastanien und Tannenzapfen übersät ist, und auch der rechte „Höhepunkt“ fehlt. Also fahren wir weiter geradeaus Richtung Colla di Langan. Hier gab es mal ein Lokal, das heute völlig verfallen ist.
Ab jetzt wird die Straße auch deutlich spektakulärer als die zum Ceppo: Am bewachsenen Fels entlang mit z.T. recht schlechtem Belag, Steinschlag und mancher schmalen Stelle oder Kurve, vor der es sich empfiehlt, vorsichtshalber zu hupen, aber dafür sagenhafte Ausblicke auf die umliegende Bergwelt!
Das zieht sich so bis Pigna, wo wir wieder auf die größere, gut ausgebaute Kurvenlandstraße durch das schöne Nervia-Tal nach Dolceaqua treffen, die auch für das folgende Verkehrsgedränge durch Vallecrosia entschädigt. Die Küstenstraße führt uns nach dieser wahrlich beeindruckenden, rd. 100 km langen Tour wieder zum Platz zurück, wo wir das Gesehene noch einmal an uns Revue passieren lassen.

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Stand: 25.10.07